Rückblick auf den GIS Day 2014

Wie letztes Jahr luden Esri und Geocom auch diesen November zum jährlichen GIS Day ein. Und ebenfalls wie letztes Jahr besuchten wir die Veranstaltung im Luzerner Verkehrshaus. Da es auf unserem Blog langsam zur Tradition wird, blicken Ralph und ich an dieser Stelle zurück und fassen die Präsentationen zusammen.


Thomas Hösli, Abteilungsleiter des rawi im Kanton Luzern, räumte mit ein paar Luzerner Mythen und Vorurteilen auf, wie sie beispielsweise hier  zu sehen sind. Mit Hilfe einer StoryMap zeigt er eindrücklich, dass der Kanton Luzern ganz anders ist, als er gemeinhin wahrgenommen wird. Einige Annäherungen, ex negativo:

  • Luzern ist nicht der Schüttstein der Schweiz: Beispielsweise hat der Kanton Luzern nachweislich eine längere Sonnenscheindauer als der schweizerische Durchschnitt.
  • Luzern ist kein Schweineparadies: Auch andere Wirtschaftsbereiche sind im Kanton Luzern vorhanden, unter anderem die Schindler AG (von der später auch noch ein Referent einen Vortrag hielt).
  • Luzernerinnen und Luzerner sind kein Volk von Bünzlis: Allein 200’000 Besucherinnen und Besucher der Fasnacht zeigen, dass Luzern viel zu bieten und zu feiern hat.

Thomas Hösli


Peter Vandamme von der Schindler Group mit ihrem Hauptsitz im nahen Hergiswil spannt den Bogen von der Region hin zur Perspektive eine Weltfirma: Schindler bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes – täglich eine Milliarde Personen: mit Rolltreppen, Fahrstühlen und anderen Systemen.

Diese Systeme müssen gewartet werden, und Schindler nutzt in der Planung und Auftragsabwicklung Geocodierung und die Optimierung von Routen. Peter Vandamme zeigte uns mit Beispielen aus Indien und China, dass eine weltweite Geocodierung eine beträchtliche Herausforderung darstellt: nicht alle Länder verfügen über ein ausgereiftes und gut dokumentiertes Adressierungssystem. Trotz dieser und anderer Widerstände kann GIS bei Schindler gewinnbringend eingesetzt werden und überzeugt auch die Entscheidungsebene:

Managers love maps with colours. Almost anything with colours in SAP will be loved.

Peter Vandamme


Der nächste Redner war – etwas off-topic – Alexander Koch von der FIFA. Er wollte den Zuhörenden helfen, die FIFA besser zu verstehen. Dabei räumte er auch mit Mythen und Vorurteilen auf oder beantwortete zumindest Fragen und Kritik an der FIFA. Ob die nächste Fussball-WM tatsächlich in Katar stattfinden wird und wer der Nachfolger (oder die Nachfolgerin?) von Sepp Blatter sein wird, konnte Herr Koch aber nicht beantworten.

Als Aufgaben der FIFA nannte Herr Koch: Förderung der Entwicklung des Fussballs, Ausrichtung von internationalen Wettbewerben und Pflege der Fussball-Regeln. Für die GIS-Fachleute im Publikum hat Herr Koch dann auch noch einen digitalen Globus der FIFA präsentiert, anhand dessen man interaktiv wichtige Indikatoren der FIFA räumlich dargestellt erkunden kann (entwickelt von Moritz Stefaner, Medienfabrik, NAND und Jens Franke).

Alexander Koch


Anschliessend berichtete André Streilein, Bereichsleiter Topografie bei Swisstopo, spannend über die Entwicklungen im 3D-Bereich. Er zeigte schön auf, wofür 3D einen grossen Nutzen stiftet: Wandern (ob’s mit den Kindern bergauf oder bergab geht), Fliegen und Flughindernisse, politische Partizipation (3D-Visualisierung) oder in der Modellierung von Naturgefahren und zum Beispiel Lärm. Ein plakatives Beispiel war die Kartierung eine sich verändernden Gletscherumrisses versus eine echte Massen- bzw. Volumenbilanz.

Positiv für die Entwicklung hin zu 3D ist generell die günstigere Erstellung von 3D-Daten zum Beispiel mit neuen Sensortechnologien. Dennoch sehen wir bisher vor allem 3D-Visualisierungen und kaum -Analysen. André Streilein identifizierte einige Umstände, welche der generellen Verwendung von 3D noch im Wege stehen, zum Beispiel:

  • die komplexe Rekonstruktion von Objekten aus Punktwolken,
  • die fehlende Passgenauigkeit nicht abgestimmt erhobener 3D-Daten,
  • nicht oder nur im Ansatz vorhandene Analysewerkzeuge für 3D-Daten und
  • dass die 3D-Anreicherung bestehender 2D-Daten nicht immer ohne weiters möglich ist, zum Beispiel, weil wegen Verdeckungen Datenlücken im 2D-Datensatz bestehen.

Anhand des jungen Produkts swissTLM3D resümierte André Streilein nochmals, welchen Nutzen 3D-Daten haben und wie Swisstopo die Umstellung von kartographischen 2D-Daten hin zu GIS-fähigen 3D-Daten geschafft hat. Er benutzte dafür ein für den Veranstaltungsort passendes und beeindruckendes Bild:

Es war wie die Räder eines fahrenden Zugs zu wechseln.

André Streilein


Die Serie von Vorträgen wurde abgeschlossen durch Andy Habermacher, der über unser Gehirn referierte. Anhand anschaulicher Beispiele (etwa einem Video mit Überraschungseffekt) und Darstellungen von bildgebenden Verfahren sprach Andy Habermacher davon, wie das Gehirn in der Regel unbewusst reagiert, sofort, oft automatisch und unkontrollierbar.

Unser Gehirn ist aber arbeitsscheu, wenn es sich anstrengen soll. Zwar kann man sich gewisse Fähigkeiten antrainieren (etwa, die 2er-Reihe aufzusagen). Andere Aufgaben (ein Beispiel war, von 267 iterativ immer 18 zu substrahieren und die Zahlen in regelmässigem Rhythmus laut aufzusagen) verlangen aber weniger gelernte Fähigkeiten als beachtliche kognitive Leistungen und fallen uns deshalb schwer.


Der Abend wurde dann beschlossen mit interessanten Gesprächen und einem feinen Apéro in der Halle des Strassenverkehrs. Vielen Dank an die Organisatoren und bis zum nächsten Jahr!

 

GISconnector: The beginning of a beautiful friendship between ArcGIS and Excel

As of September 2014, we at Ernst Basler + Partner distribute the application GISconnector for Excel in Switzerland. GISconnector is a software created by Germany-based GI Geolabs. In this article, we highlight the new possibilities that arise through the close interconnection between ArcGIS and Excel. Contact us if you have any questions or if you’re interested in a demonstration in a screen sharing session.

Vertragsunterzeichnung
Stephan Heuel of Ernst Basler + Partner and Matthias Abele of GI Geolabs after signing the partnership agreement.

But first things first: What does GISconnector offer to you? It combines the capabilities of ArcGIS Desktop and Microsoft Excel in a smart way. The best thing about it is that you can do all the attribute-related steps in your GIS workflow seamlessly in Excel. This way, you have the power of a full-fledged spreadsheet software at your fingertips, perfectly integrated within ArcGIS. As a result, working with attribute data is much easier and takes a lot less time. You can find a comprehensive list of GISconnector’s functionality here.

GiSConnector

Working with GISconnector usually follows this pattern: I load a feature class (Geodatabase or Shapefile, whatever floats your boat) as a layer in ArcMap. Using GISconnector I can conveniently export the layer’s attribute data to Excel and create a connection between the two programs in the same process. From this moment on, I can easily swap selections, definition queries and filters between ArcGIS and Excel. The same applies to changes in attribute values and attribute names as well as adding attributes. A toolbar lets you control GISconnector both from within ArcMap and Excel.

GISconnector-Toolbar in Excel
GISconnector toolbar in Excel

Sending selections, data et cetera from one application to the other takes just one click. The image below shows a simple example of GISconnector in action: A feature class of Swiss cantons in ArcMap and the connected attribute table in Excel. I selected some of the southern cantons (marked with turquoise borders) in ArcMap and then sent this selection to Excel as a filter. Thus, Excel only shows the three rows related to the selected map features.

ArcMap und Excel, verbunden durch den GISconnector
ArcMap and Excel linked by GISconnector

Further, the connection between the two applications lets ArcGIS users access Excel’s advanced bag of tricks, ranging from complex functions and AutoFilters to conditional formatting and dynamically updated charts. I will write about such an example in an upcoming article.

Have we sparked your interest in the GISconnector?

Learn more about GISconnector’s functionality from the makers of the software.

Watch a demo video. This one shows how to transfer selections and filters:

 

Test the product free of cost.

Contact us if you have any questions or if you’re interested in a demonstration via screen sharing.

GISconnector: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen ArcGIS und Excel

Seit September 2014 sind wir von Ernst Basler + Partner Schweizer Vertriebspartner für den GISconnector for Excel . Der GISconnector ist eine Software der deutschen GI Geolabs. Im folgenden Artikel präsentieren wir die neuen Möglichkeiten, die sich durch das enge Verzahnen von ArcGIS und Excel ergeben. Kontaktieren Sie uns bei Fragen oder für eine unverbindliche Demonstration per Screensharing.

Vertragsunterzeichnung
Stephan Heuel von Ernst Basler + Partner und Matthias Abele von GI Geolabs unterzeichnen den Vertrag über die Vertriebspartnerschaft

Doch zuerst: Was bietet der GISconnector? Er verbindet auf intelligente Weise die Fähigkeiten von Esri ArcGIS Desktop mit jenen von Microsoft Excel. Der Clou dabei ist: Alle Arbeitsschritte, welche die Attributdaten betreffen und welche normalerweise mit der Attributtabelle in ArcGIS ablaufen, können mit Excel erledigt werden. Damit hat man alle Möglichkeiten einer modernen Tabellenkalkulations-Software zur Verfügung, perfekt integriert in ArcGIS. Es ergibt sich eine signifikante Erleichterung der Arbeit mit Attributdaten und für die meisten von uns eine grosse Zeitersparnis. Hier findet man eine ausführliche Beschreibung der Funktionalität des GISconnectors.

GiSConnector

Das Vorgehen mit dem GISconnector for Excel sieht grundsätzlich so aus: Ich lade eine Feature Klasse als Layer in ArcMap. Geodatabase oder Shapefile spielt dabei keine Rolle. Mit dem GISconnector kann ich die Attributdaten bequem ins Excel exportieren und mit der Excel-Datei eine Verbindung aufbauen. Von diesem Zeitpunkt an kann ich Selektionen, Definition Queries (Definitionsabfragen) und Filter von ArcGIS nach Excel und von Excel nach ArcGIS übertragen. Das gleiche gilt für Änderungen an den Attributwerten, die Anpassung von Attributnamen sowie die Erstellung zusätzlicher Attribute. Gesteuert wird der GISconnector sowohl in ArcMap als auch in Excel über eine Toolbar.

GISconnector-Toolbar in Excel
GISconnector-Toolbar in Excel

Die Übertragung von Selektionen, Daten etc. von einem Programm ins andere braucht jeweils nur einen Klick. Die folgende Abbildung zeigt als einfaches Beispiel eine Feature Klasse der Kantone in ArcMap und die damit verbundene Tabelle der Attribute in Excel. Die in der Karte blau umrandeten Kantone habe ich in ArcMap ausgewählt und die Selektion danach als Filter an Excel übertragen.

ArcMap und Excel, verbunden durch den GISconnector
ArcMap und Excel, verbunden durch den GISconnector

Die Verbindung der beiden Programme eröffnet der ArcGIS-Nutzerin und dem ArcGIS-Nutzer das gesamte Potenzial der Excel-Trickkiste: Von komplexen Formeln über Autofilter und bedingte Formatierung bis zu dynamischen Diagrammen. Von einem solchen Anwendungsbeispiel berichte ich im nächsten Artikel etwas ausführlicher.

Haben wir Ihr Interesse am GISconnector geweckt?

Informieren Sie sich auf der Website des Herstellers über den gesamten Funktionsumfang.

Schauen Sie sich Demo-Videos an, zum Beispiel das folgende mit grundlegenden Funktionen:

 

Beziehen Sie eine kostenlose Testversion.

Kontaktieren Sie uns bei Fragen oder für eine unverbindliche Demonstration per Screensharing.

Story Maps for Switzerland

What Story Maps are and why simplicity matters I have already explained in my previous blogpost „Storytelling with maps „. Now it’s about designing good Story Maps with the Esri framework and data provided by the Swiss Geoportal geo.admin.ch. My Story Map „Bat watching in Zurich“, the main example used in this blogpost, has been chosen as a runner up in the Esri storytelling with Maps contest 2014.

Connect with the Swiss audience

Esri publish their Story Map basemaps in the (Pseudo) WGS84 projection and the style of the maps is very different from what the Swiss population is used to seeing when they look at a map. Especially in the area of planning, people in Switzerland are used being presented with plans based on the acclaimed maps from Swisstopo, in the Swiss projection system. Thus, when for example a rebuilding proposal or an infrastructure project is presented to them using the ArcGIS Online basemaps (or Google’s, by the way), it might be harder for them to connect with the topic at hand. Certainly, despite their abundance Esri (and Google) basemaps fail to convey the same sense of authoritative (official) mapping by e.g. a federal department or office.

Planning area in ArcGIS Online:

And with an official Swisstopo map as a backdrop:

As part of their base data and API strategy, the geoadmin portal offers Swisstopo maps as a WMTS services you can use in your Story Map described here. However, since the process is not very intuitive, I’ll explain it how to use them with the ArcGIS Online map editor:

Once you’ve placed your data on the map in the ArcGIS Online Editor according to the standard Story Map production workflow, Esri cannot reproject it with a proper transformation anymore, so you need to make sure that your basemap is in the Swiss projection system (CH 1903 LV03, EPSG:21781, also known as Swissgrid) before you add data to it. Very recently, Esri has licensed the WMTS services of geoadmin, which means that from now on you can add the geoadmin WMTS services straight forward to the ArcGIS Online map editor:

  1. Define a new basemap by clicking on “Add Layer from Web”
  2. Define the Url https://wmts.geo.admin.ch and make sure that you are using the https url, otherwise the map imagery might be hidden (dependent on your browser and if you are logged in or not)
  3. Choose your layer: Karte SW (black and white basemap), Karte farbig (coloured basemap) and  SWISSIMAGE (satellite imagery) are the obvious options, but there is other useful stuff, like SwissALTI3D Reliefschattierung and Karte swissTLM which I quite like. The layers are documented here.
  4. Tick the checkbox “Use as basemap” so the Swiss projection system will be used, and click on “Add Layer”

Now you have a map with the Swiss projection system, and can start creating features on top of a Swiss basemap with the standard map editor workflow.

Design Simple Swiss maps

Esri’s statement about Story Maps is, that basemaps should provide context, and not be a competition, what I completely agree with. Satellite imagery looks great, I can spend hours looking at it, but for your Story Map the details lure the users away from your content. ArcGIS Online is providing a very nice background map “Light Gray Canvas”, a simple gray backdrop which can be used nicely for promoting your information and make your content more important. With the geoadmin WMTS you can get into a similar direction. I quite like to use the black and white background map, and put the layers with the information on top, which I find useful for the topic I want to communicate. The geoadmin WMTS provides layers like water or forest as separate layers, so just add them to the map with a transparency. geoadmin WMTS “Karte farbig” providing a coloured map created by Swisstopo:

And now – less distracting – geoadmin WMTS “Karte SW” from Swisstopo with forests (“REN Wald”) and waterways/lakes (“REN Fliessgewässer/Seen”) – the habitat of bats – as half transparent layers on top:

The Story Map showing bats recorded in Zurich – the background map – as only in black and white – is not distracting the user, and the heatmap with the bat records is displayed very clearly on top:

The geoadmin WMTS and WMS Services offer quite a good choice of layers you can use as a backdrop to your data, just have a look.

If you have got any further questions about using geoadmin data with the Esri ArcGIS Online and Esri Story Maps, please do not hesitate to contact me. I am happy to help, and am as well curious about your ideas how to design Story Maps.

 

Geschichten erzählen mit Karten

Vor einigen Wochen hat ein Team von Ernst Basler + Partner am Schweizer GeoSummit in Bern teilgenommen. Unter anderem haben wir dabei zusammen mit David Oesch von der Swisstopo einen Vortrag über sogenannte Story Maps gehalten.

Was sind diese Story Maps?

Story Maps sind einfachste Webapps, welche intelligente Webkarten mit Text, Fotos und anderen Multimedia-Inhalten kombinieren um eine Geschichte zu erzählen bzw. Inhalte zu vermitteln (Definition von Lindemann). Verglichen mit klassischen Kartenportalen im Internet sind Story Maps viel einfacher sowie intuitiv und ohne Vorwissen über Karten oder gar GIS zu nutzen. Mit den Story Map-Vorlagen von Esri ist denn auch die Erstellung solcher Karten nicht sonderlich schwierig.

„Simplicity is the ultimate sophistication“

Ob dieser Satz nun von William Gaddis, Steve Jobs oder Leonardo da Vinci stammt: er stimmt auf jeden Fall für Story Maps. Generell machen gemäss Lindemann folgende Kriterien eine gute Story Map aus:

  • Einfachheit
  • direkte Ansprache des Publikums
  • wirkt anziehend auf die Nutzerin, den Nutzer
  • die User-Experience unterstütz die vermittelte Geschichte
  • gute Kartographie und gutes Webdesign

Anders herum gedacht können Sie sich auch die sehr interessante und unterhaltsame Serie Why Map Portals Don’t Work von Brian Timoney anschauen: quasi eine Definition von Story Maps ex negativo.

Story Maps für die öffentliche Kommunikation

Über die letzten Jahre haben sich verschiedene Anbieter von Story Map-Technologie und -Vorlagen etabliert. Zwei davon, nämlich das Schweizerische Bundesgeodatenportal und Esri haben wir in unserem Vortrag vertieft behandelt. Als Ingenieur- und Beratungsfirma waren wir in unserem Beispiel sehr daran interessiert, wie Story Maps eingesetzt werden können, um die Öffentlichkeit über zum Beispiel ein grosses Infrastrukturvorhaben zu informieren und so die politische Partizipation zu unterstützen.

Sie können sich unsere Vortragsfolien auf Slideshare anschauen oder herunterladen oder sich diese gleich hier zu Gemüte führen:

Bei Fragen zu Story Maps können Sie uns gerne kontaktieren: Nicole Sulzberger oder Ralph Straumann.


Jeremiah Lindemann: StoryMaps — Using ArcGIS as a Communications Medium. Esri User Conference 2013, Technical Session

Esri Maps for Office – ein erster Eindruck

Einfache Karten in Excel

Seit 2012 bietet Esri das Produkt Esri Maps for Office als Komponente von ArcGIS Online an. Damit lassen sich Excel-Tabellen mit geographischen Inhalten und Karten anreichern. Sie können zum Beispiel die Wohnorte Ihrer Kundinnen und Kunden auf der Karte darstellen und die Standorte Ihrer Filialen überlagern, um eine allfällige Abdeckungs-Lücke aufzuspüren. Bedingung für die Nutzung von Esri Maps for Office ist ein ArcGIS Online-Konto.

Die Installation von Esri Maps for Office geht sehr einfach vonstatten. Mit meinem ArcGIS Online-Konto kann ich schnell mit ersten Fingerübungen beginnen: Einmal in ArcGIS Online eingeloggt, kann ich den den neuen Excel-Menüpunkt namens Esri Maps austesten.

Esri Maps for Office fügt Excel ein neues Menü hinzu (Abbildung von Esri).
Esri Maps for Office fügt Excel ein neues Menü hinzu (Abbildung von Esri).

Ein Beispiel

Für mein Beispiel möchte ich Standortdaten verwenden. Online werde ich schnell fündig und kann die Liste mit Migros-Filialstandorten im CSV-Format herunterladen. Diese Daten beinhalten bereits räumliche Koordinaten (im WGS1984-System). Mit Esri Maps for Office wäre auch das Verorten der Standorte anhand ihrer Adressen möglich. Da ich die Koordinaten schon habe, lasse ich diesen Schritt für meine Erkundigungen aber aussen vor. Mit ein paar Klicks lade ich die CSV-Datei in ein leeres Excel-Tabellenblatt.

Meine in Excel eingebettete Beispielkarte: Alle Standorte von Migros in der Cluster- und Wärmebild-Darstellung vor einer Hintergrundkarte von Esri.

Dieses Tabellenblatt verwende ich mit der Funktion Karte einfügen und wähle noch einen dazu passenden Hintergrund aus (dieser wird von Esri zur Verfügung gestellt). Schwuppdiwupps erscheint die Karte mit allen Standorten in einem separaten kleinen Kartenfenster innerhalb von Excel. Nun stehen mir verschiedene Funktionen zur Verfügung, um das Layout zu verändern und mich in der Karte hin- und herzubewegen bzw. zu zoomen.

Weiter sind die Standorte in der Karte und im Excel-Tabellenblatt nun miteinander verknüpft: Ich kann Standorte in der Karte auswählen und die ausgewählten Einträge im Tabellenblatt anzeigen lassen. Natürlich funktioniert das auch umgekehrt.

Über eine Suchfunktion kann ich weitere Kartenebenen bzw. Layer einbinden, welche auf ArcGIS Online bereitgestellt worden sind. Das können Kartenebenen ihrer eigenen Organisation sein (welche Sie zum Beispiel von uns als Ihrem Geodaten-Dienstleister aufbereiten lassen können) oder auch öffentlich zugängliche. Interessant sind natürlich Kartenebenen, welche Ihrer Fragestellung entsprechen: zum Beispiel die Lage kinderreicher Quartiere, wenn Sie eine Kinderkrippe eröffnen möchten, oder die räumliche Verteilung von Bauzonen, Arbeitskräften, etc., wenn Sie den Aufbau eines neuen Fertigungsstandorts planen.

Darstellen und analysieren

Darstellerisch ist das massstabsabhängige Clustern von Standorten eine wichtige Funktion, wie wir es auch von Google Maps und anderen Webkarten gewohnt sind. Dadurch bleibt die Karte auch bei sehr hoher Dichte von Standorten gut lesbar (siehe das Beispiel oben: hinter allen runden Symbolen verbirgt sich die entsprechende Zahl von Migros-Standorten).

Eine alternative Darstellungsform bietet die Funktion Wärmebild hinzufügen (Heatmap in Englisch). Diese erzeugt anhand der räumlichen Dichte der Punkte einfach und schnell farbige Bereiche. Im obigen Beispiel habe ich ein Wärmebild über die Cluster gelegt – in der Regel würde man nur eines von beiden verwenden. Leider kann ich die Konfiguration des Wärmebildes bis auf die Farbgebung nicht weiter beeinflussen. Unklar bleiben mir als neugierigem Spezialist auch die Einstellungen und Parameter, welche zur Bildung der Dichte-Interpolation benutzt werden.

Weiterverwendung von Karten

Nachdem ich meine Karte(n) erstellt habe, kann ich diese einfach als Bild zum Beispiel in eine PowerPoint-Folie exportieren oder mittels Kopieren (copy-paste) in ein anderes Dokument übertragen.

Mein Fazit

Die Visualisierung von Standorten ist einfach und effizient. Es lassen sich schnell einfache Karten erstellen. Geht man einen Schritt weiter und führt die oben aufgeführten Analysen durch, müssen die Ergebnisse dann noch richtig interpretiert werden. Hier braucht es sicher etwas Fingerspitzengefühl und auch etwas Verständnis für räumliche Fragestellungen.

Aus grauen Excel-Tabellen können mit Esri Maps for Office interaktive Karten entstehen, welche ungeahnte Einblicke in Ihr Geschäft bzw. in Ihre Organisation offenbaren (Abbildung von Esri).
Aus grauen Excel-Tabellen können mit Esri Maps for Office interaktive Karten entstehen, welche ungeahnte Einblicke in Ihr Geschäft bzw. in Ihre Organisation offenbaren (Abbildung von Esri).

Insgesamt ermöglicht Esri Maps for Office das Aufspüren von räumlichen Mustern und Zusammenhängen, welche sonst in Excel-Tabellen versteckt sind.

Wirklich interessant wird Esri Maps for Office meiner Ansicht nach mit relevanten zusätzlichen Datensätzen, die mit Ihren eigenen Daten eingeblendet werden können (oben haben wir zum Beispiel Bauzonen und Arbeitskräfte angeführt). So können Sie sich mit einer Analyse in Excel schnell einen Überblick verschaffen und erste Anhaltspunkte für erfolgreiche Geschäftsstrategien gewinnen.

Haben Sie noch Fragen? Gerne dürfen Sie mich kontaktieren, um diese zu besprechen oder für eine 1:1-Demonstration von Esri Maps for Office.

Review of the 2014 Esri Partner Conference and Developer Summit

(Eine deutsche Fassung dieses Beitrags finden sie hier)

From 9 to 13 of March, Christoph Graf and I have attended the Esri Partner Conference and the Esri Developer Summit in Palm Springs. In this blog post we report on, and assess, some of the trends that we identified primarily during the Partner Conference.

First of all, let’s state that this year’s conference was not dominated by a single buzzword (or at least less than it was by the term „cloud“ three years ago). (We will discuss the most dominant concept in this year’s conference in the next section.) Instead, many parts within Esri and its product palette are moving simultaneously. The developments can be categorised into those that have been born from within Esri’s core and those that Esri has incorporated through acquisitions. The fine breaklines (between core products and newly acquired products) that the acquisitions introduced into the Esri software range are disappearing.

If you have questions or simply want to know more after reading our article, please contact either me or Christoph Graf.

„Platform, platform, platform!“

Platform is clearly the term that has been used most during this year’s conference. Esri wants its product range to be understood as a platform. One could probably also call it an eco-system that can serve as a base to various and diverse solutions.

A crucial part (and also frequently-used term) is the Portal. The portal is the interface between servers and services on the one hand and desktop, web and mobile applications on the other hand.

The Esri portal comes in two flavours: along with the currently heavily promoted ArcGIS Online (hosted by Esri) as well as in the form of Portal for ArcGIS Server, the „ArcGIS Online behind the firewall“, i.e. within the domain of an organisation (see here and here). Esri’s platform strategy reinforces these two components within the eco-system. They will represent the single point of entry (or viewed from within an organisation: … of exit) for publishing, sharing, searching, discovering and using geodata, maps, and applications.

Top-class podium: Jack Dangermond, Sud Menon and Scott Morehouse (from left to right)

„Configure, don’t customize, stupid“

Esri follows a strategy of „more out-of-the-box“: Somewhat surprisingly within the frame of the Developer Summit, there was much talk about fitting solutions to a customer’s need through configuration rather than customisation. Esri is working on making the development of web applications and also (native, web-based, hybrid) mobile applications less and less complex for the users. They do this with so-called Application Templates and the new application Web Map Builder which allows everyone to produce web applications as well as afore-mentioned Application Templates.

Through this strategy, Esri hopes to gain an advantage with regards to agility. COTS (commercial off-the-shelf) software, i.e. the Esri products that you can license, should primarily be used. If required they can be configured, but they should not necessarily be customised. And finally Esri has (speaking from a European perspective) dared to posit that workflows of employees be shaped after the tools (and not the other way around).

Esri headquarter in Redlands

Real-time data

Esri insignia of the geo and social media geek (= Geohipster?)

The acquisition of Geoloqi in Portland (now an Esri R&D centre) has been a clear sign: Esri attaches considerable, and growing, value to real-time data. New tools such as the GeoTrigger and the GeoEvent Processor (coupled with mobile applications) are intended to satisfy (stationary or mobile) real-time data needs of customers.

This development renders geodata dynamic: The term geodata will encompass new types of data that have not been considered typically „geo“. These are e.g. traditionally dynamic data that have a location, but for which location has so far been considered mostly one attribute of many (e.g. meteo data, environmental monitoring data (air quality, hydrometric data, etc.)). Here, Esri wants to unlock new markets.

ArcGIS Pro(fessional)

With ArcGIS Pro or ArcGIS Professional, Esri has presented a prototype for the future of desktop GIS work. The name of this still somewhat mythical product is not a good one (yet) (ArcGIS light, anyone?). However, one thing is (almost) for sure: in this area, names will be ephemeral during the next few years.

The twittersphere’s take (representative sample)

ArcGIS Pro has been presented as an addition to the software range: Esri made a strong point that it will not replace ArcMap and ArcCatalog. Instead, these programs will exist side-by-side. ArcGIS Pro has the technical advantage of a 64bit-architecture and multithreading; thus, it should be clearly more performant (the demos did indeed look good in that respect). Conversely, this means that ArcMap and Co. won’t get these (actually long overdue) features anymore.

3D – again?

Three-dimensional data are a new focus of Esri (sharp tongues would say: renewed focus; even sharper ones: renewed every 5-7 years). At present this point has been clearly emphasised by the acquisition of the Swiss start-up Procedural (CityEngine): Esri believes in a strong added-value of three-dimensional visualisations and follows a holistic marketing approach by labeling CityEngine as a general-purpose collaboration platform with public engagement.

Demonstration of the hybrid approach of ArcGIS Pro: 2D and 3D side-by-side, in sync

Esri’s 3D strategy is built on two (mostly independent, non-integrated) pillars: on the one hand there is the dedicated, quite complex expert tool CityEngine. On the other hand ArcGIS Pro will feature 3D visualisation and editing functionality as a central and quite seemlessly integrated component of a mixed 2D/3D environment („it’s simply in the package„). In ArcGIS Pro, 2D and 3D will be at your fingertips, side-by-side and linked.

Finally, much progress has been made under the hood: the newest version of ArcGIS Runtime will see stark improvements of its 3D performance.

Maturation of mobile apps

Be it data capture in the field with an update for the teammates in the office or the coordinating office dispatching tasks to fieldworkers: A permanent data connection is not always given. Thus, in an increasingly mobile world synchronisation of offline data is crucial. Esri makes big efforts in this area and has managed to mature mobile apps for practical use.

Blick in die Ausstellungshalle
View of the exhibition hall

Social Coding, and more!

In his Keynote SessionChris Wanstrath, co-founder and CEO of GitHub spoke very eloquently about Social coding along the lines of the slogan: better together (you can watch his talk (as well as other talks) on Developer Summit website). Dropping out of college seems to be part of the experience of building a successful tech start-up in California. Or put differently: In order to be successful you’ll need passion, effort and focus on one thing. We are convinced of GitHub’s usefulness for our business and we thus have a company account.

 

Once more, the Esri Partner Conference and the Developer Summit have been very interesting and relevant events. We would like to give you deeper insight and we are happy to consult you regarding the changes that can already be anticipated. Please contact either me or Christoph Graf if you’d like to meet.

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Palm Springs vor Sonnenaufgang
Palm Springs before sunrise

Rückblick auf Esri Partner Conference und Developer Summit 2014

(An English version of this text can be found here)

Ralph Straumann und ich haben vom 9. bis 13. März 2014 in Palm Springs die Esri Partner Conference sowie den Esri Developer Summit besucht. In diesem Beitrag berichten wir über die Trends, die wir vor allem an der Partner Conference identifiziert haben, und ordnen diese in einen grösseren Rahmen ein. Zuerst lässt sich feststellen, dass es dieses Jahr nicht ein bestimmtes Schlagwort gab, das die ganze Konferenz durchzogen hat – oder zumindest weniger als zum Beispiel „Cloud“ dies vor 3 Jahren getan hat. (Auf das dominanteste Konzept werden wir im nächsten Abschnitt eingehen.) Stattdessen bewegt sich im Gefüge von Esri und Esris Softwareprodukten gerade sehr vieles gleichzeitig. Die Entwicklungen teilen sich auf in solche, welche Esri aus eigener Kraft geboren hat, und solche, welche sich Esri durch die weit vorangeschrittene Integration akquirierter Firmen einverleibt hat. Die einst noch auszumachenden Bruchlinien im zweiten Fall sind im Begriff sich aufzulösen. Falls Sie nach der Lektüre unseres Artikels noch Fragen haben oder einfach mehr wissen möchten: kontaktieren sie mich oder Ralph Straumann.

„Plattform, Plattform, Plattform!“

Plattform ist mit Abstand das Wort, welches an der diesjährigen Veranstaltung am meisten benutzt worden ist. Esri möchte die eigene Produktpalette als Plattform verstanden wissen. Man könnte dasselbe wohl auch als ein eigentliches Ökosystem bezeichnen, auf dem aufbauend Diverses umgesetzt werden kann.

Ein zentraler Bestandteil (und auch ein häufig angeführtes Wort) ist das Portal. Das Portal ist das Interface zwischen Servern und Diensten auf der einen Seite und Desktop, Web- und mobilen Applikationen auf der anderen Seite.

Das Esri-Portal hat zwei Daseinsformen: Das aktuell stark promotete, bei Esri gehostete ArcGIS Online (AGOL) sowie Portal for ArcGIS Server, das „ArcGIS Online behind the firewall“, also im eigenen Einflussbereich einer Organisation (vgl. hier und hier). Die Plattform-Strategie von Esri stärkt diese beiden Instrumente innerhalb des Ökosystems. Sie werden die hauptsächlichen Anlaufstellen sein, um Geodaten, Karten und Applikationen zu publizieren bzw. zu teilen, zu suchen, zu entdecken und gemeinsam zu nutzen – der single point of entry bzw. aus Sicht einer Organisation auch: … of exit.

Hochkarätige Podiumsdiskussion: Jack Dangermond, Sud Menon und Scott Morehouse (v.l.n.r.)

„Configure, don’t customize, stupid“

Esri verfolgt eine Strategie des „mehr out-of-the box“: Erstaunlicherweise – zumindest im Rahmen des Developer Summit – war viel die Rede davon, dass Lösungen durch Konfiguration und nicht (unbedingt) durch Programmierung angepasst werden sollen. Esri arbeitet konsequenterweise stark daran, das Entwickeln zum Beispiel von Webapplikationen oder auch (nativen, web-basierten oder hybriden) mobilen Applikation für die Nutzerinnen und Nutzer stark zu vereinfachen. Das geschieht zum Beispiel über sogenannte Application Templates und die neue Applikation Web Map Builder, welche es erlaubt, sowohl Webapplikationen als auch eigene besagte Application Templates zu erstellen.

Esri erhofft sich durch diese Strategie Vorteile bezüglich Agilität. COTS (commercial off-the-shelf)-Software, also die Esri-Produkte wie man sie erwerben kann, soll primär zum Einsatz kommen. Diese soll nötigenfalls konfiguriert, aber nicht unbedingt programmiert bzw. angepasst werden. Und schliesslich hat sich Esri auch getraut zu postulieren, Workflows von Mitarbeitenden sollten den Tools angepasst werden bzw. Tools die Workflows formen.

Das Esri-Hauptquartier in Redlands

Echtzeitdaten

Esri-Insignien des Geo- und Social Media-Geeks

Mit der Akquisition von Geoloqi in Portland (nun ein Esri Research Center) hat es sich abgezeichnet: Die Bedeutung, welche Esri Echtzeitdaten beimisst, ist gross und im Wachsen begriffen. Neue Tools wie GeoTrigger und GeoEvent Processor (gekoppelt mit mobilen Applikationen) sollen Kundenbedürfnisse im Bereich der (stationären oder mobilen) Echtzeitdaten abdecken.

Geodaten werden durch diese Entwicklung dynamisiert. Der Begriff Geodaten weitet sich tendenziell auch auf neue, bisher nicht als typisch „geo“ verstandene Daten aus. Dazu gehören traditionell dynamische Daten, welche zwar einen Standort aufweisen, der aber nicht von höchster Bedeutung ist: ein Beispiel sind Meteodaten oder allgemeiner Umweltmessdaten (Luftqualität, Hydrometrie, u.ä.). Esri möchte versuchen, sich hier einen neuen Markt zu erschliessen.

ArcGIS Pro(fessional)

Mit wahlweise ArcGIS Pro bzw. ArcGIS Professional hat Esri einen eigentlichen Prototypen für die Zukunft vorgestellt. Der Name des bisher noch ziemlich sagenumwobenen Produkts ist zwar unglücklich gewählt, denn er stimmt derzeit nicht (vielleicht wäre ArcGIS Light besser?). Namen werden sich in diesem Bereich über die nächsten Jahre aber fast mit Sicherheit als sehr vergänglich erweisen.

Was das Twittervolk zu sagen hatte (repräsentativer Ausschnitt)

ArcGIS Pro wurde als Ergänzung der Palette vorgestellt: Esri war sehr bemüht, immer wieder zu betonen, dass das neue Produkt ArcMap und ArcCatalog nicht ersetzen werde. Stattdessen werden die Programme nebeneinander existieren. ArcGIS Pro hat technisch den Vorteil, dass es eine 64bit-Architektur hat und Multi-Threading unterstützt; es sollte also deutlich performanter sein (die Demos sahen denn auch gut aus). Umgekehrt heisst das auch, dass ArcMap und Co. nie mehr in den Genuss dieses (eigentlich schon längst fälligen) technischen Fortschritts kommen werden.

3D – again?

Dreidimensionale Daten sind eine neue (böse Zungen würden sagen: erneute; noch bösere: alle 5-7 Jahre erneuerte) Stossrichtung von Esri. In der aktuellen Inkarnation wurde dies zum Beispiel anhand der Akquisition des Schweizer Startups Procedural (nun CityEngine) deutlich: Esri glaubt stark an den Mehrwert dreidimensionaler Darstellungen und verfolgt bei der Kundenakquisition für CityEngine einen holistischen Ansatz, der CityEngine als collaboration platform mit public engagement vermarktet.

Demonstration des hybriden Ansatzes von ArcGIS Pro: 2D und 3D nebeneinander, synchron

Tatsächlich ruht die 3D-Strategie von Esri aber auf zwei (derzeit ziemlich disparaten/nicht integrierten) Säulen: auf der einen Seite das eben genannte dezidierte, relativ komplexe 3D-Werkzeug CityEngine. Auf der anderen Seite wird in der neuen Software ArcGIS Pro 3D-Visualisierungs- und Editierfähigkeit einen zentralen und im gewissen Sinn unspektakulär integrierten Bestandteil einer gemischten (2D/3D) Umgebung darstellen („it’s simply in the package“). 2D- und 3D-Funktionalität werden in ArcGIS Pro auf Wunsch nebeneinander, gleichzeitig und verknüpft nutzbar.

Schliesslich hat sich auch unter der Motorhaube viel getan: So soll die ArcGIS Runtime in den jüngsten Versionen stark verbesserte 3D-Performance aufweisen.

Reifung mobiler Applikationen

Ob Datenerfassung im Feld mit -aktualisierung für die Kollegin oder den Kollegen im Büro oder Aufträge von der Zentrale an die Feldmannschaften: Weil eine permanente Datenverbindung nicht garantiert ist, wird in einer immer mobiler werdenden Arbeitswelt die Synchronisation von Offline-Daten immer wichtiger. Esri unternimmt auf diesem Gebiet grosse Anstrengungen. Dadurch sind Applikationen auf mobilen Endgeräten nun definitiv für den praktischen Einsatz reif geworden.

Blick in die Ausstellungshalle
Blick in die Ausstellungshalle

Social Coding, and more!

In der Keynote Session referierte Chris Wanstrath, Mitgründer und CEO von GitHub sehr eloquent über Social coding nach dem Motto: better together (den Vortrag kann man sich auf der Developer Summit-Website zu Gemüte führen). „Dropping out of college“ scheint zum guten Ton zu gehören, wenn man es (in Kalifornien) schon in sehr jungen Jahren zu etwas bringen will. Oder anders formuliert: Um erfolgreich zu sein braucht es Passion, Fleiss und Fokus auf die eine Sache. Wir sind vom Nutzen von GitHub überzeugt und sind deshalb auch auf der Plattform vertreten.

 

Die Esri Partner Conference und der Developer Summit haben sich einmal mehr als sehr interessante und relevante Veranstaltungen präsentiert. Gerne geben wir Ihnen vertiefte Einblicke und beraten Sie dabei, wie sie die neuen Entwicklungen mit Ihrer Organisation leichtfüssig und gewinnbringend umsetzen können. Am besten kontaktieren Sie dazu mich oder Ralph Straumann für die Vereinbarung eines Gesprächs.

Palm Springs vor Sonnenaufgang
Palm Springs vor Sonnenaufgang

[Korrigenda: Sitz von Geoloqi ist Portland nicht Philadelphia]

Rückblick auf den GIS Day 2013

Dieses Jahr luden Esri und Geocom zum Feiern des GIS Day nach Luzern ins Verkehrshaus. Passend für uns, beschäftigen wir uns doch mit unseren Kolleginnen und Kollegen von den Geschäftsbereichen Verkehr und Raum- und Standortentwicklung unter anderem seit einiger Zeit ausgiebig mit Fragen der Mobilität: GIS-Unterstützung bei Zweckmässigkeitsbeurteilungen von Strassenprojekten, Fussgängermobilität und -navigation, Erreichbarkeitsfragen für Standortanalysen, Beurteilung der Sonnenblendung und statistische Untersuchungen der Ursachen von Strassenverkehrsunfällen.

Nach den Seminaren des esriuserforum.ch und des GEONIS UserClubs am Morgen, eröffnete das Nachmittagsprogramm des GIS Day mit der Begrüssung durch Peter Jäger und Markus Wüthrich. Die Vorträge wurden dann von Nicole Allet und Tim Börner moderiert.

Der Nachmittag begann mit Vorträgen von Christian Sailer (Esri) und Ruedi Haller (Schweizerischer Nationalpark), die über die Esri-Sommercamps in Schweizer Pärken (5 Jahre-Jubiläum) sprachen. Anhand von Karten wurden uns die diversen Sommercamps nähergebracht. 2013 fand dieses in der UNESCO Biosphäre Entlebuch statt, 2009–2012 waren die Schülerinnen und Schüler jeweils im Schweizer Nationalpark zu Gast.

GIS-Arbeit im Feld

GIS-Arbeit im Feld

 

Die Programme sind anspruchsvoll und dicht: von der GIS-Einführung und Einführung in den jeweiligen Park, über die Konzeption der Projekte, die Datenmodellierung und -erfassung im Feld, zu Analysen, Visualisierungen und Präsentationen sind eigentlich alle typischen GIS-Arbeitsschritte jeweils abgedeckt. Dank (zum Beispiel) Höhlentour, Wanderungen, BBQs und Ruhetag kommt auch die Freizeit nicht zu kurz. Die Esri Sommercamps machen die Teilnehmenden zu Forscherinnen und Forschern mit ihren eigenen Projekten. Oft ist das Fazit der Teilnehmenden: „die beste Woche der Gymizeit“. Aber auch den Betreuern, Ruedi Haller und Christian Sailer, machen die Camps sichtlich Spass.

Das Wetter und sein Bezug zur Geographie war anschliessend das Thema des Vortrags von Thomas Bucheli, Redaktionsleiter SRF MeteoSchweiz. Ausgehend von der Frage, was Wetter und was Klima ist, breitete Thomas Bucheli ein breites Panorama seines Gebiets aus. Unterstützt von zahlreichen Karten und Visualisierungen überzeugte er das Publikum von der Wichtigkeit des „Wesen des Ortes“. Schliesslich sind Ort und auch Zeit die kritischen Parameter bezüglich Wetter. „Rückblick auf den GIS Day 2013“ weiterlesen

Rückblick auf den GIS Day 2012

„Discovering the World through GIS“

Gestern war der Internationale GIS Day. Wir von EBP waren am GIS Day in Zürich präsent, zu dem Esri und Geocom eingeladen hatten. Das Programm war vielversprechend und so genossen wir den Reigen der (noch leicht umgestellten) Vorträge unter dem übergeordneten Thema „Raum und Zeit“:

„Nach Anruf innert 2 Minuten in der Luft“

Den Start machte Robert Frey, Leiter der Helikopter-Einsatzzentrale der Rega. Er zeigte eindrücklich die – oft (über)lebenswichtige – Bedeutung von „Geo“ bei der Rega: Wenn ein Notruf eingeht, versucht die Mitarbeiterin bei der Rega als erstes den Unfallort ausfindig zu machen. Sobald ein grobes Verständnis bezüglich des Unfallorts erreicht ist und die Schwere des Unfalls klar ist, wird der Helikopter bereits losgeschickt. Während er ins Einsatzgebiet fliegt, versucht die Mitarbeiterin am Telefon die exakte Position der verunfallten Person(en) zu bestimmen.

RegaDass dies nicht immer so einfach ist, demonstrierte Robert Frey mit einigen Tonaufnahmen echter Notrufe: Aufgeregtheit, undeutliche Aussprache, mehrfach auftretende Ortsnamen, Ortsunkundigkeit, abweichende Schreibweise von Ortsnamen in Kartenwerken, Dialekt und andere Faktoren erschweren die Verständigung bisweilen enorm! Die Wichtigkeit der Unterstützung durch ein gutes Einsatzleitsystem wird einem hier einmal mehr deutlich vor Augen geführt.

Sehr erleichtert wurde das Dispatching kürzlich aber durch die Einführung der Rega-App, welche die Alarmierung mittels HTTP oder GSM inklusive Ortsangabe erlaubt. Sogar der Batteriestatus des Mobiltelefons wird der Rega-Einsatzzentrale mitgeteilt! „Rückblick auf den GIS Day 2012“ weiterlesen