Projektbeispiele: Geodatenmodelle, Unfallanalysen und Geoinformationsstrategie

In der Serie „Projekte“ möchten wir Ihnen in unregelmässigem Rhythmus einige Highlights aus der Arbeit von Ernst Basler + Partner (EBP) vorstellen. Heute drehen sich die vorgestellten Projekte um die Themen minimale Geodatenmodelle, Analysen des Unfallgeschehens im Strassenverkehr und die Formulierung einer modernen Geoinformationsstrategie. Minimale Geodatenmodelle in INTERLIS Minimale Geodatenmodelle machen es einfacher, Geodaten zu … Projektbeispiele: Geodatenmodelle, Unfallanalysen und Geoinformationsstrategie weiterlesen

Informationsvisualisierung: Small Multiples

Wie visualisiert man viel Information, so dass sie auf einen Blick – zumindest grob – erfassbar und vergleichbar ist? Eine Möglichkeit für nicht-räumliche Daten besteht in einer sogenannten Scatterplot Matrix (oder auf Deutsch: Streudiagramm-Matrix): Eine Scatterplot Matrix zeigt ein Set von Scatterplots desselben mehrdimensionalen Datensatzes. Sie ist zum Beispiel einfach in der Software R umsetzbar, … Informationsvisualisierung: Small Multiples weiterlesen

Internet of Things: Live Data Quality Assessment for a Sensor Network

TL;DR: We believe that connected devices and real-time data analytics are the next big things in GIS. Here is a live dashboard for a sensor network in 7 cities around the world. Geoinformation systems have evolved quite rapidly in recent years and the future seems to be more exciting than ever: All major IT trends such as Internet … Internet of Things: Live Data Quality Assessment for a Sensor Network weiterlesen

Die besten Karten und Visualisierungen aus 2014

Ich werde davon absehen, meinen eigenen Kartographie- und Visualisierungs-Jahresrückblick zu formulieren. Stattdessen habe ich eine kleine Liste von Listen zusammengestellt. Ich habe mich dabei etwas über den helvetischen Tellerrand nach guten Beispielen für innovative Kartographie und Visualisierung umgeschaut – und bin an folgenden Orten fündig geworden. Viel Vergnügen: The Best Data Visualization Projects of 2014 von … Die besten Karten und Visualisierungen aus 2014 weiterlesen

Let there be light: Data visualization with SAP Lumira

GIS and Business Intelligence (BI) are buzzwords you hear together increasingly often (see also our articles on GISconnector, which we consider a low-cost, easy-entry BI solution). Inspired by this article from iX magazine I decided to have a look at the „self-service BI“ solution SAP Lumira. Lumira is an analysis and visualization tool and SAP offers a freely downloadable … Let there be light: Data visualization with SAP Lumira weiterlesen

The Data Worker’s Manifesto

Last week I gave a talk at the 8th instalment of the GeoBeer series on EBP’s Zurich-Stadelhofen premises and sponsored by EBP and Crosswind. It was titled State of the Union: Data as Enabling Tech‽ You can check out the whole slidedeck on my private website (The slides are made with impress.js and best viewed in Chrome. Please ignore my … The Data Worker’s Manifesto weiterlesen

How can I use crowdsourced data?

A week ago I published the presentation I had given during the ENERGIC Workshop at the University of Zurich. In that I talked about crowdsourcing and VGI and about using crowdsourced data in applications. I’d like to delve deeper into one of the examples I have talk about in my workshop presentation: Some weeks ago, Strava, a provider of a fitness tracking app for bicyclists and joggers, published … How can I use crowdsourced data? weiterlesen

Wie kann ich Crowdsourcing-Daten nutzen?

Vor einer Woche habe ich meinen Vortrag vom ENERGIC Workshop an der Uni Zürich veröffentlicht. Darin ging es um Crowdsourcing und die Verwendung von Daten aus Crowdsourcing. Auf ein Beispiel für eine mögliche Nutzung in meinem Vortrag möchte ich hier nochmals etwas vertiefter eingehen: Vor einigen Wochen hat Strava, Vertreiber einer App zur Aufzeichnung von … Wie kann ich Crowdsourcing-Daten nutzen? weiterlesen

Operational use of crowdsourced data: ENERGIC workshop presentation

I’m a participant in the Working Group 3 of the COST Action ENERGIC. The latter is the abbrevation of: European Network Exploring Research into Geospatial Information Crowdsourcing: Software and Methodologies for Harnessing Geographic Information from the Crowd – wow! The topics of Working Group 3 are Data mining, semantics and volunteered geographic information (VGI) use, i.e. it is roughly about how and … Operational use of crowdsourced data: ENERGIC workshop presentation weiterlesen

Esri Maps for Office – ein erster Eindruck

Einfache Karten in Excel Seit 2012 bietet Esri das Produkt Esri Maps for Office als Komponente von ArcGIS Online an. Damit lassen sich Excel-Tabellen mit geographischen Inhalten und Karten anreichern. Sie können zum Beispiel die Wohnorte Ihrer Kundinnen und Kunden auf der Karte darstellen und die Standorte Ihrer Filialen überlagern, um eine allfällige Abdeckungs-Lücke aufzuspüren. Bedingung … Esri Maps for Office – ein erster Eindruck weiterlesen

Open Data: Rechte und Pflichten

Heute habe ich bei der GEOSummit einen Vortrag über Open Data gehalten: Die Verfügbarkeit von Open Government Data ist ein gemeinsamer Prozess, der sowohl Datenherren als auch Datennutzenden Rechte einräumt und Pflichten einfordert. In dem Vortrag werden einige der Rechte und Pflichten aufgelistet, die unter Anderem eine sorgsamen, ethischen und fachgerechten Umgang mit den Daten … Open Data: Rechte und Pflichten weiterlesen

Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 3

Im ersten Teil dieser Miniserie über R habe ich einfache Standard-Visualisierungen vorgestellt und Tipps zu Entwicklungsumgebungen gegeben. Der zweite Teil hat dann etwas speziellere Visualisierungen und eine Demonstration einer Datenaggregation in R enthalten. In diesem, dem letzten, Teil möchte ich  nochmals zwei Visualisierungen zeigen: eine thematische Karte und eine derzeit sehr populäre Visualisierung, die sogenannte Heatmap. Nachdem … Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 3 weiterlesen

Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 2

Letzte Woche habe ich den ersten Teil dieses Blogposts veröffentlicht, in dem ich einige einfache Visualisierungsmöglichkeiten der Statistiksoftware R vorgestellt habe. Daneben enthielt der Blogpost einige Empfehlungen zu Entwicklungsumgebungen und Beschreibungen des Arbeitens mit R. In diesem zweiten Teil möchte ich nun zwei Beispiele speziellerer Visualisierungsformen zeigen und erklären, wie man mit R Daten für solche Visualisierungen aufbereiten … Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 2 weiterlesen

Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 1

R? Mit dem Satz „R ist ein freier Dialekt von S“ kann man immer wieder für Verwirrung sorgen; aber es stimmt: Die Statistiksoftware R implementiert eine freie Variante von S, welches zum Beispiel im kommerziellen Produkt S-PLUS enthalten ist (Man stelle sich nur vor, welche Kunststücke Google und Co. wohl vollführen müssen, damit man auf … Blick in die Werkzeugkiste: Offene Daten in R – Teil 1 weiterlesen

Gedanken zur Zukunft von GIS und Visualisierung

Letzte Woche hatte ich die Ehre, einen Keynote-Vortrag bei der Telematik von ewz in Oerlikon zu halten.

Das Thema waren Trends in den Bereichen GIS und Visualisierung und ich sollte aus meiner Erfahrung bei meiner Arbeit für Ernst Basler + Partner, das Oxford Internet Institute und aus meinen privaten Aktivitäten schöpfen.

Bei meinem Vortrag habe ich auf vier hauptsächliche Strömungen hingewiesen:

  • Neue Akteurinnen und Akteure wie die sogenannte „Zivilgesellschaft“, Enthusiastinnen und Hobbyisten wie zum Beispiel Mitglieder der Open Data-Bewegung oder den Datenjournalismus
  • Neuartige Daten aus zum Beispiel obengenannter Open Data bzw. Open Government Data-Bewegung, aus Crowdsourcing oder aus Webscraping
  • Neue Tools und technische Möglichkeiten: Zahlreiche, oft quelloffene Software, das Revival der Skriptsprachen, Python als Lingua Franca in grossen Teilen des GIS-Bereichs
  • (Geo)Social Media und Netzwerke

Sicherlich sind manche Bereiche dieser vier Gross-Trends bereits sehr aktuell, manche sind meiner Meinung nach sogar schon in der Phase des Over-Hypes.

Die Keynote bei ewz enthielt diverse interaktive Beispiele (manche davon finden Sie bei uns auf dem geo.ebp.ch-Blog); nichtsdestotrotz können Sie hier zumindest die Folien anschauen: „Gedanken zur Zukunft von GIS und Visualisierung“ weiterlesen

Wie gut ist ein Standort mit Bahn und Bus erschlossen?

Update August 2014: Die im Folgenden beschriebene flächenhafte Berechnungsmethode können Sie jetzt auch in ihren Projekten einsetzen: Unter walkalytics.com finden Sie unser weiterreichendes Angebot für fussgängergerechte Distanzen und darauf aufbauende Analyse. Auch weiterhin beantworten Stephan Heuel und ich gerne Ihre Fragen.

Vom Zirkel …

Die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ist in der Raumplanung und insbesondere bei der Wahl eines Standorts von grosser Bedeutung. Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat im Jahr 2010 einen Grundlagenbericht veröffentlicht, der das Thema Erschliessung und Erreichbarkeit in der Schweiz untersucht. Ein wichtiges Instrument zur Operationalisierung der Erschliessung sind die sogenannten ÖV-Güteklassen: Zur Ermittlung dieser Güteklassen werden Haltestellen gemäss ihrer Fahrplanfrequenz kategorisiert und die Güteklasse in bestimmten Einzugsbereichen um die Haltestelle entsprechend festgelegt. Die Güteklassen beruhen auf der VSS Norm 640 290 und werden je nach Kanton oder Bund zum Teil unterschiedlich umgesetzt (eine neuere Norm (SN 640 281) existiert, wird aber noch kaum implementiert). Das ARE hat ihre Berechnungsmethode in einem PDF dokumentiert, der Kanton Zürich hat kürzlich seine Ergebnisse mit erweiterter Methodik im neuen GIS-Browser veröffentlicht:

ÖV-Güteklassen im Kanton Zürich

ÖV-Güteklassen im Kanton Zürich

 

Wenn man die Ergebnisse des Kantons Zürich und des ARE betrachtet, stellt man fest, dass die Erschliessung um die Haltestellen in konzentrischen Kreisflächen abgebildet wird. Diese Flächen bilden aber bei weitem nicht die wirkliche Fussgängermobilität ab: Fehlende Fusswege, Flüsse und Autobahnen entgehen diesen Analysen, sind aber für die tatsächliche Erschliessung „per pedes“ essentiell.

… zur tatsächlich zurückgelegten Distanz

Es geht aber auch genauer: Wir haben einen rasterbasierten Ansatz entwickelt, der es uns erlaubt, Fussgängermobilität flächendeckend zu modellieren. Für ein Beispiel wurde uns vom ARE ein Datensatz mit den Erschliessungskategorien (1-5) von ÖV-Haltestellen zur Verfügung gestellt (danke!). Wir haben uns bei der Berechnung auf fünfzig Haltestellen im Raum Bern-Ittigen beschränkt. Für die Ermittlung der ÖV-Güteklassen mit Distanzen gemäss ARE haben wir die Distanzen nicht – wie es die Methodik des ARE vorsieht – „mit dem Zirkel“ abgetragen, sondern als Fussgängerdistanzen mit unserem Ansatz modelliert. Den Vergleich der beiden Methoden sehen Sie in der folgenden Abbildung:

(Klicken zum Vergrössern) Vergleich zwischen ÖV-Güteklassen gemäss modellierter Fussgängerdistanz (links; Ansatz EBP) und gemäss Standard des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) (rechts). Die 50 in unserer Berechnung berücksichtigten Haltestellen sind mit ihrer Haltestellenkategorie (1: am besten erschlossen, 5: am schlechtesten erschlossen) eingezeichnet.
(Klicken zum Vergrössern) Vergleich zwischen ÖV-Güteklassen gemäss modellierter Fussgängerdistanz (links; Ansatz EBP) und gemäss Methode des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) (rechts). Die 50 in unserer Berechnung berücksichtigten Haltestellen sind mit ihrer Haltestellenkategorie (1: am besten erschlossen, 5: am schlechtesten erschlossen) eingezeichnet.

 

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Offene Daten: Was läuft in der Schweiz?

Es gibt das interessante aber nicht ganz unumstrittene geflügelte Wort, dass 80% aller Informationen einen räumlichen Bezug haben. Ob die 80% nun stimmen oder ob es eher 60% sind, sicherlich sind Geoinformationen weit verbreitet und von immer noch wachsender wirtschaftlicher Bedeutung. Letzte Woche fanden dann auch dicht an dicht gerade zwei sehr interessante Veranstaltungen mit Geoinformationsbezug statt: Das sogenannte Spirgartentreffen der etablierten Schweizer GIS-Community und das Open Data Camp zur Erkundung offener Daten. Wir haben beide Veranstaltungen besucht und schauen zurück:

Offene Daten: Frischer Wind für die Verwaltung? (www.opendata.ch)

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„Geo-Processing“ (Teil 2: Processing mit Geodaten)

In einem ersten Post habe ich die Grundlagen von Processing kurz erläutert und auch schon angekündigt, um was es im zweiten Teil gehen soll: Die Visualisierung von geographischen Daten mittels Processing, also eine Art „Geo-Processing“.

Dazu habe ich als Grundlagedaten einen Datensatz über Erdbeben im Jahr 2009 des Carlton College in Minnesota und ein Satellitenbild-Mosaik  aus MODIS-Aufnahmen des Blue Marble-Projekts von NASA Visible Earth verwendet. Das Blue Marble-Bild soll als Hintergrund dienen, vor dem die Erdbebendaten dargestellt werden. Die Projektion des Blue Marble-Bilds ist nicht angegeben, aber aufgrund des Aussehens und der Dimensionen (doppelt so breit als hoch), wird es sich dabei um eine Plate Carrée-Projektion handeln.

Mit Processing kann die Darstellung eines Bilds sehr einfach bewerkstelligt werden:

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